Pädagogisches Konzept

An der Gerbersruh-Gemeinschaftsschule werden Kinder mit unterschiedlicher Begabung, Motivation und Leistungsvoraussetzung gemeinsam unterrichtet. Die Integration von Kindern mit unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen, sowie sozialer und kultureller Herkunft ist ein wichtiges Ziel der pädagogischen Arbeit. So bereitet die Gerbersruh-Gemeinschaftsschule die Heranwachsenden auf ihr Leben in einer demokratischen Gesellschaft vor. Gemäß unsere Leitbildes verstehen wir uns als „Schule, die stark macht für’s Leben.“

Durch innere Differenzierung, projektorientiertes und fächerübergreifendes Lernen werden Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Begabung, Motivation und ihres Leistungsvermögens unterrichtet.

Förder- und Freizeitangebote in Wahlkursen, auch mit Unterstützung durch externe Partner aus Kultur und Sport, erweitern Lern- und Erlebnisbereiche.

 

1. Dalton- Prinzip

Leitgedanke des Dalton-Konzepts ist das Erwecken von Lernfreude, indem Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihr Lernen entwickeln und dabei die Inhalte und die Zeit in zunehmendem Maße frei einteilen bzw. auswählen können.

Unsere Schülerinnen und Schüler werden systematisch an das selbsttätige Lernen und die Kooperation mit den Mitschülern herangeführt. Wir möchten sie anregen und befähigen, Strategien und Methoden für ein lebenslanges nachhaltiges Lernen zu entwickeln.

Dabei stützen wir uns auf die vier Grundprinzipien der Daltonpädagogik:

Freiheit in Gebundenheit

Verantwortung

Selbstständigkeit

Zusammenarbeit

Für Schülerinnen und Schüler stellt das SoL-Band (Selbstorganisiertes Lernen), das an 4 Tagen stattfindet, einen festgelegten Zeitraum dar, in dem sie in zunehmender Eigenverantwortung in ihren jeweiligen Niveaus arbeiten. Dazu erhalten sie in den Hauptfächern Deutsch, Mathe und Englisch Lernpakete in drei verschiedenen Niveaus. Die Lerninhalte werden in diesen sowohl quantitativ als auch qualitativ differenziert.

Mit Hilfe des Lerntagebuches planen und dokumentieren die Schülerinnen und Schüler ihren Lernfortschritt und werden dabei von ihren Lernbegleitern unterstützt. Das Coaching findet mindestens alle zwei Wochen statt. Wöchentlich gibt es Feedback-Aufkleber ins Lerntagebuch, die von den Eltern unterschrieben werden müssen. So ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gewährleistet.

Einer der besonderen Lernräume für das SoL ist der Raum der Stille. Er dient als ruhiger Raum für konzentriertes Arbeiten, bei der wenig Hilfe benötigt wird. Die Lernlandschaften auf den Fluren sind ideal für Partner- und Gruppenarbeiten. Dazu besteht die Möglichkeit, in den Klassenzimmern mit Unterstützung der Hauptfachlehrer zu arbeiten und sich Hilfe zu holen, wenn nötig.

 

2. Rhythmisierung

Grundlage der Rhythmisierung ist ein Wechsel zwischen Ent– und Anspannung. Der Schultag beginnt mit einer offenen Ankommenszeit, in der das Coaching, das Sozialtraining und im Einzelfall die Lernzeit stattfindet. Er endet zumeist mit einer Lernzeit, die wir als Zeit zum ungestörten Lernen verstehen.

Es gibt keine klassischen Hausaufgaben. Es werden jedoch Lernzeitaufgaben erstellt, welche die Kinder weitgehend im SoL- Band und während der Lernzeiten in der Schule bearbeiten und fertigstellen können. In der Lernzeit kann unter Beaufsichtigung einer Lehrkraft gelernt, gearbeitet, nachgearbeitet oder vorbereitet werden. Das Kind hat so die Möglichkeit, eine Lehrkraft um Hilfe zu bitten und mit Mitschülern kooperativ zu arbeiten oder zu lernen.

Neue Formen des Lernens (projektorientiert, fächerübergreifend und kooperativ) sind ein wichtiger Bestandteil des Schulkonzeptes. Attraktive Wahlangebote runden den Schulalltag ab und geben den Kindern Gelegenheit, unterschiedliche Freizeiterfahrungen zu sammeln. Jeder Schüler kann in der Regel bis zu 6 Wahlangebote in einem Schuljahr besuchen.

 

3. Differenzierte Leistungsrückmeldung

Die Leistungsrückmeldung findet an Gemeinschaftsschulen in äußerst differenzierter Form statt. Durch die Wahrnehmung von Stärken und Schwächen können Schülerinnen und Schüler besser individuell gefördert werden. Dazu verhelfen verschiedene Diagnoseinstrumente:

Lernstandsdiagnosen (z.B. Lernstand 5), Lern- und Leistungsnachweise, Lerntagebuch mit Elternfeedback, Zielvereinbarungsgespräche, Coaching, Lernentwicklungsberichte, Unterricht auf drei Niveaus mit Bewertung in Prozenten bis Klasse 7, Profil AC in Klasse 8 etc.

 

4. Coaching und Zielvereinbarungsgespräche

Die Schülerinnen und Schüler führen alle 1-2 Wochen ein Coaching-Gespräch mit ihren Lernbegleitern. Hier werden Lernfortschritte und Probleme angesprochen und Ziele formuliert.

Hinzu kommen 3-4 Zielvereinbarungsgespräche pro Schuljahr. Zwei dieser Gespräche finden zwischen den Lernbegleitern, den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern statt.

 

5. Schule als Gemeinschaft

Soziales Lernen spielt insbesondere an einer Ganztagsschule eine wichtige Rolle.

Von Beginn an werden die Klassen regelmäßig im Sozialtraining der Schulsozialarbeit in ihrem Umgang miteinander geschult. Zu Beginn der 5. Klasse findet an 2 Tagen ein intensives Training statt. Es geht darum, Alltagskonflikte offen zu thematisieren. Grundlage ist hierbei die Auseinandersetzung mit den „Menschenrechten“, die für alle Beteiligten an der Schule gelten. Grundhaltungen wie Selbstkontrolle, Vertrauen, Mitgefühl, Ehrlichkeit, Respekt und Mut werden eingeübt.

Während des ganzen Jahres findet regelmäßig Sozialtraining statt, so dass Konflikte zeitnah gelöst werden können.

Aufgrund des Klassenlehrerprinzips erfahren Schülerinnen und Schüler viel Zuwendung durch das Klassenlehrer-Tandem. Kennenlerntage in Klasse 5, gemeinsames Mittagessen, Waldtage, Klettern, Ausflüge, Exkursionen und Projekte dienen dem Aufbau einer starken Klassengemeinschaft. Durch die vielfältigen Wahlangebote, die jahrgangsübergreifend angeboten werden, kennen sich die Schülerinnen und Schüler über Klassengrenzen hinweg.

Eines der Wahlangebote ist die Streitschlichter-AG, die in ihrer Konzeption auf dem Sozialtraining der Schulsozialarbeit aufbaut.

 

6. Attraktive Wahlangebote

Neben dem Lernen hat auch das Erleben und Entdecken von Neigungen und Interessen einen hohen Stellenwert an der Gerbersruh-Gemeinschaftsschule.

Die Wahlangebote werden an unserer Schule zumeist in Trimestern (September bis Weihnachten, Weihnachten bis Ostern, Ostern bis zu den Sommerferien), in Ausnahmefällen auch ganzjährig angeboten. Schülerinnen und Schüler wählen sich online in die angebotenen Kurse ein. Lehrerinnen und Lehrer sowie außerschulische, teilweise ehrenamtliche Kräfte bieten ein breitgefächertes Programm an. Wir sind froh über Kooperationen mit Vereinen und Künstlern, mit der Musikschule und verschiedenen Stiftungen, ohne die ein solch attraktives Angebot nicht zu leisten wäre.

Die aktuellen Wahlkurse entnehmen Sie dem Feld „Wahlkurse“ auf der Startseite unserer Homepage.

 

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